Hallo, ihr Lieben!

Auch wenn ich noch etwas müde von letzter Nacht bin, möchte ich euch von der gestrigen bzw. heutigen Bibelnacht berichten.

Zuerst trafen die verschiedenen Gruppen sich im Klassenzimmer. Zusammen mit unseren Gruppenleitern versammelten wir uns dann gemeinsam gegen 18:45 Uhr in der Aula, wo uns eine kleine Theatereinlage ein paar Schülerinnen der neunten Klasse erwartete, die uns ins Thema einführen sollte. Dazu brachten sie uns einerseits die Geschichte des barmherzigen Samariter näher, andererseits, dass ein armer Mensch, der all sein Hab und Gut gibt, viel mehr gibt, als dass ein reicher Mensch einen Teil seines überflüssigen Geldes abgibt, obwohl der Geldbetrag des reichen Menschens höher ist. Nachdem Jesus (verkörpert von Susanna Lindlein), der mehreren Menschen auf der Erde die Augen geöffnet hatte, mit den Worten ,,Ich heb ab, nichts hält mich am Boden“ aus dem Song ,,Astronaut“ wieder zu seinem Vater zurückgekehrt war, ging es für uns Schülerinnen nun zu den verschiedenen Angeboten, in die wir uns die Tage zuvor einschreiben durften. Von Workshops in Handlettering, über ein Bibelquiz und viele kreative Angebote zu Frauen aus der Bibel wie Mirjam und Hanna, bis hin zum musikalischen Gestalten des späteren Konzertes war alles dabei. Nach Angebot 1 hatten wir kurz Zeit, uns etwas Warmes anzuziehen und wir machten eine Exkursion zur Stadtpfarrkirche St. Paul. Dort wurden uns drei von Jesus´treuesten und engsten Freunden, Paulus, Petrus und Andreas, näher gebracht. Obwohl meine Klasse das alles bereits in der sechsten Jahrgangsstufe von Herr Liebl gelernt hatte, war es sehr interessant und wir konnten zusätzlich der musikalischen Einlage von den Mädchen der Stimmbildung und zweier Querflöten lauschen. Hier setzte bei manchen Schülerinnen bereits die erste Müdigkeit ein, aber bei mir war das noch lange nicht der Fall, was womöglich auch daran lag, dass es meine erste Bibelnacht war und ich das alles viel zu aufregend fand, um müde zu sein. Nun ging es wieder zurück zur Schule. Viele Freundinnen hakten sich bereits unter und einige leuchteten im Takt von ,,Laterne, Laterne“ und ,,Hulapalu“ mit ihren Handy-Taschenlampen. Was wohl in den Köpfen mancher Fußgänger, die noch einen nächtlichen Spaziergang machten, vorging, als sie uns sahen und hörten;-)).

Nun erwartete uns in der Nachmittagsbetreuung heißer Tee zum Aufwärmen und eine Breze zur Stärkung, denn so eine Bibelnacht soll schon manchmal viel Energie kosten! Nun hatten wir noch etwas Zeit bis zum Angebot 2 und nutzten die Zeit etwa, um noch ein paar Snacks zu knabbern oder auch ein bisschen in der Klasse zu reden, mit der man ja nicht die ganze Bibelnacht verbrachte. Für diejenigen, die sich für das Angebot ,,musikalische Gestaltung“ bei Herr Spitzenpfeil Jr. und Frau Schinagl eingetragen hatten, das sich über beide Angebote erstreckte, ging es nun schon in die Kirche, um für den gemeinsamen Auftritt beim Konzert um 23:15 Uhr zu proben. Besonders gut angekommen ist das Solo von Herr Spitzenpfeil Jr. während der Strophen von ,,Tief in mir brennt…“. Die Schülerinnen und Lehrer/innen, die nicht an der musikalischen Gestaltung beteiligt waren, staunten nicht schlecht, was wir als mittlerweile fast eingespielter Chor in den zwei Stunden auf die Beine gestellt hatten. Nun spielte noch die Schulband ,,Faded“ von Alan Walker und ,,The power of love“ von Frankie goes to Hollywood. Um kurz nach Mitternacht begaben sich die mittlerweile ziemlich erschöpften Schülerinnen in den Speisesaal des ehemaligen Internats, wo sie eine stärkende Bibelsuppe serviert bekamen. Dazu kann ich leider nur von Erzählungen meiner Mitschülerinnen berichten, da ich nach dem Konzert in der Kirche nach Hause gefahren bin, um mich wegen einer Erkältung noch zumindest etwas auszuruhen. Um 0:30 Uhr wurde noch in den Gruppen geredet und über die Bibelnacht diskutiert. Tatsächlich sind danach einige Schülerinnen vor lauter Erschöpfung auf ihre Isomatten und Matratzen gesunken, oder haben sich in ihre Schlafsäcke eingekuschelt und sind relativ schnell eingeschlafen, andere konnten allerdings nur sehr wenig oder gar nicht schlafen, teilweise waren manche nicht einmal müde!

Am Morgen um 6:30 Uhr wurden die Schülerinnen, die noch nicht wach waren, von ihren jeweiligen Gruppenleitern geweckt, um sich für den Gottesdienst der ,,Bibelnächtler“ vorzubereiten und fertig zu machen. Ab diesem Zeitpunkt war auch ich wieder dabei. Im Gottesdienst, den unser Pfarrer Herr Kirchmeyer leitete, wurden noch einmal ein paar Lieder gesungen, wie ,,Eine Hand voll Erde“, ,,Jesus in my house“, ,,Kyrie Eleison“ und ,,Gottes Wort ist wie Licht“. Letzteres und Kyrie wurde dann auch noch einmal als Kanon gesungen. Es hat sich gar nicht einmal so schlimm angehört, wie wir es vermutet hatten, denn nicht bei jeder von uns hat die Müdigkeit sofort zugeschlagen und sich so zum Beispiel in der Stimme bemerkbar gemacht. Nachdem Herr Spitzenpfeil Sr. und Herr Kirchmeyer uns allen schöne Ferien gewunschen hatten, ging es für uns zurück in die Klassenzimmer, wo uns ein reichlich gedeckter Frühstückstisch erwartete. Letztendlich räumten wir die Tische ab, spülten unser Geschirr und packten die restlichen Dinge zusammen. Doch ob viel geschlafen, ob wenig, waren wir uns im Großen und Ganzen alle einig: Es war eine spannende, wunderschöne und unvergessliche Bibelnacht 2019!

Jetzt bleibt mir nur noch, auch von der gesamten ZaBi-Redaktion euch allen schöne Ferien und Ostern zu wünschen…

LG Anna<3